wenn du dich leider zu sehr angepasst hast

Oh das ist so übel! Und stinkt nach Persönlichkeitsverlust! Und erinnert mich an die ein und andere zwischenmenschliche Beziehung in meinem kurzen Leben mit und ohne Verstand, mit und ohne Selbsterkenntnis. Wenn du dich aus der Angst sonst alleine zu sein, dem Bedürfnis nach Bestätigung und Anerkennung unterwirfst, einordnest und anpasst. Deine eigenen Wünsche, Träume, Alltagsrituale, eben all das was deine Seele mit ihrem Körper und Geist braucht um verbunden und glücklich zu sein, all das zur traurigen Nebensache wird. Für einen kurzen oder langen Moment ist das völlig als okay angenommen, und die oder der eine kann das bestimmt sehr gut, nein, noch besser, macht es sogar gerne. Aus völliger Hingabe für wen anders und leider Aufgabe "für" sich (nicht mehr) selber. Uuuh! Und wenn das dann alles klar wird, sichtbar für Dritte und spürbar für sich selber. Was ein Schamgefühl, Schwächegefühl, "verlorenes" Gefühl. Vielleicht sogar Ärger, Ärger über den der dich so eingefangen hat und über dich selber. Gerne fällst du vielleicht auch in die Opferrolle! Das kenne ich. Und du vielleicht auch von dir selber! Das Opfer! Ja fein! Das sind wir alle mal gerne! Ist ja auch am einfachsten! Die Schuld einfach wem anderes zu schieben. Aber, und das ist so wichtig zu erkennen, all das was du machst und ich auch schon gerne gemacht habe, all das sind Entscheidungen. Wir alle entscheiden uns für Handlungen, Gedanken und somit wertvolle Erfahrungen. Natürlich! Toll scheinen viele davon zunächst mal so gar nicht, eher so wie "Na toll! War ja klar, dass ich wieder...!" Eine wundervolle Erkenntnis ist, die habe ich aus einem wertvollen Podcast, dass du so oft den selben Fehler machst, bist du bereit bist genau diesen nicht mehr zu machen. So oft stellt dein Leben dich immer wieder vor den selben Mist! Ganz individuellen Mist den niemand für ein glückliches Leben braucht. Ich kenne das so gut, gerade bin ich ja zum keine Ahnung wievielten Male hingeplumst. Und das so ordentlich, so dass es beim Sturz mitten aufs Ego so richtig weh tat! Wie viele Male hab ich den Job gewechselt, bin umgezogen und hab alles in Frage gestellt bevor ich wieder und wieder in die selbe Pfütze getreten bin?! So viele Male!So oft, dass es mir oft schon peinlich war davon zu erzählen. "Arbeitest du noch da?" "Ehm, nee! Ich hab gewechselt, irgendwie war das doch nicht so meins" Was ne Überraschung! Argh! Inzwischen hab ich es kapiert (danke Lebenserfahrung!) , ich werde nun endlich wo anders und irgendwie anders mein leider so wichtiges Geld verdienen. Da, wo ich nicht einem System unterfangen bin, in dem es bloß gilt zu funktionieren, kein Platz ist  für Individualität, kein Raum für persönliche Entfaltung, kein Zeit  fürs Mensch sein. Viele Menschen, und die sind nicht besser oder schlechter, können das unglaublich gut, sich solch einem System anpassen, doch es gibt auch Menschen, die können das gar nicht. Diese Menschen fühlen sich eingesperrt, in einer Zwangsjacke gefangen. Ich gehöre zu denen! Vielleicht auch du. Kennst du das?

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Alina (Donnerstag, 30 November 2017)

    Danke, dass du so etwas mit uns teilst! Sehr toll geschrieben und sehr motivierend mal wieder auf seine eigene Stimme zu hören und nicht auf all die tausend anderen Menschen, die vermeintlich wissen was richtig für einen ist. Auch wenn sie es gut meinen, ist es so wichtig, sich selbst zuzuhören um die ,,Zwangsjacke'' abzulegen

  • #2

    Sonja (Donnerstag, 30 November 2017 23:26)

    Hallo Anne,
    ich finde es großartig und total mutig, dass du über diese Themen schreibst. Das Bild der "Zwangsjacke" finde ich schon erschreckend und irgendwie passend. Denn diese wird Leuten angelegt, die sich nicht anpassen, um wieder passend zu werden.

    Über diese Tiefs, Depression oder Burnout zu schreiben ist wichtig. Wichtig deshalb, um es aus der Tabuzone heraus zu holen und andere zu ermutigen : "du bist nicht allein! Und du bist nicht verkehrt!"

    Darüber offen zu schreiben ist mutig und eine tolle Leistung!

    Danke für deine Offenheit!

    Liebe Grüße,
    Sonja