die dankbarkeit

Gratitude! Reconnaissance! Agradeciemento! Gratitudine! Dankbaarheid! Tacksamhet! Dankbarkeit!

Ja genau! Dankbarkeit! Ein Wort welches in aller Munde ist. Anscheinend (unter anderem) der Weg zum Glück.

Aha! Interessant! Und wie funktioniert Dankbarkeit und vor allem: Was steckt dahinter?

Ich meine, glücklich wollen wir ja alle sein, darüber schrieb ich ja schon in " Die 1 Mio-Euro Frage: wie gehts glücklich sein?

Auch dort endete ich schließlich bei Dankbarkeit und ich schrieb, dass ich mich freue dazu nochmal extra zu schreiben.

Voilà! Heute ist es soweit! Ich sitze mit meiner für den Winter (bzw. saisonunabhängigen) Wärmflasche mit Tee vor der Heizung nachdem ich eben während ich mit dem Fahrrad unterwegs war die Bedeutung dieses Wortes für mich nochmal genauer betrachtet habe.

Was bedeutet Dankbarkeit für mich? Also bis vor garnicht all zu langer Zeit hatte diese Wort für mich eine sehr oberflächliche , fast keine sehr präsente Bedeutung. Dankbarkeit? Naja Dankbarkeit halt! Ich war dankbar wenn mir jemand was gutes tat, mir behilflich war, mir etwas schenkte oder mich auf einen Kaffee, Kuchen (...) einlud. Normal halt! Wenn jemand es gut mit mir meinte, war ich, wie wahrscheinlich jeder von uns, dankbar. Mehr nicht! Eine simple Norm! Oft war dies auf recht kurzem Wege an Geld oder materielles gebunden.

Dann kam die Wende! Ich begann mich mehr und mehr spirituell zu belesen und Gespräche diesbezüglich zu führen. Dadurch tauchte ich ganz automatisch tiefer in mein Sein ein und  gewann an neuen Perspektiven. Perspektiven auf die verschiedensten Dingen die mich innerlich ausrichteten und mein Verhalten, Empfinden sowie die Denkweise beeinflussten.

Dabei führte natürlich kein Weg an der Dankbarkeit vorbei und was diese für den Weg meines Lebens beuten kann und wie sich durch ihre Manifestation viele festgefahrenen Strukturen ändern können und sie mich in nur kurzer Zeit freier fühlen lässt .

So schön! Für diese Erkenntnis bin ich:...jaaa!? Dankbar! Wow, wer hätte es gedacht!;)

Und genau das ist der Punkt! Wenn wir beginnen für Dinge und Erkenntnisse dankbar zu sein die uns zunächst banal zu sein scheinen.

Wenn wir beginnen hinter die Fassaden derer zu schauen. Was kann ich daraus lernen? Welche tiefere Bedeutung steckt dahinter? Warum hat eine Freundin/ ein Freund mich verlassen? Welche Erkenntnis kann ich daraus ziehen und inwiefern kann ich daran wachsen? Was kann ich aus der gemeinsamen Zeit an Positivität schöpfen? Wenn eine Freundschaft zerbricht, dann erinnere dich an die schönen gemeinsamen Zeiten. Dein Leben wurde durch diese in diesen Momenten reich beschenkt. Bedanke dich für die Menschenkenntnis die du dadurch gewinnen konntest, wir alle sind verschieden und umso mehr wir in Kontakt mit anderen treten desto mehr können wir über das eigene Ich im sozialen Kontext erfahren. Wer oder was tut mir gut, was nicht!?

Falls du deinen Job verlierst, was ja sicherlich erstmal Unsicherheit, Angst (...) auslöst, welche neuen Türen können sich öffnen? Vielleicht welche zu dem was du immer schon machen wolltest ( und nicht zu vergessen dass die Sperrfrist beim Arbeitsamt entfällt wenn du gekündigt wirst;) ). Du kannst an Zeit gewinnen in der du dich umorientieren kannst oder eben feststellen kannst, dass du deinen Job wirklich mochtest. Und, auch wenn es furchtbar traurig ist, ein sehr geliebter Mensch unsere Welt verlässt, deine Welt damit zerbricht, deine Perspektiven für die Zukunft wie ausgelöscht werden, du alle Kraft verlierst um weiter zu leben und es unmöglich scheint etwas Gutes in all dem zu entdecken, dann ist es wunderschön wenn du es in zunächst kleinen Momenten schaffst dich für die wundervolle gemeinsame Zeit zu bedanken. Der Mensch war, und ist für deine Erinnerung, ein Geschenk für dich! Er war es immer und wird es immer bleiben.

Dieses Beispiel lässt uns hier gleich etwas tiefer eintauchen. Ich glaube, das alles (!!!!) was dir und mir, uns allen, passiert, was wir erfahren und teils zunächst erleiden müssen, einen bedeutenden Sinn für uns hat. Einen Sinn der uns reifen lässt. Wenn du, wie ich derzeit, psychisch nicht ganz stabil bist und dieses in wechselnder Intensität vielleicht schon mehrmals durchlebt hast, sei dankbar! Vielleicht brauchtest du dieses Erleben um die Botschaft dahinter zu erkennen. Hör auf dich als Opfer deines Lebens zu sehen und beginne damit, jeden deiner Tiefpunkte anzunehmen, dahinter zu schauen, die Ursache zu erkennen um daraus zu lernen und dich in Richtung Glück auszurichten. Wie wirst du glücklich? Wenn du dich erkennst und diese Erkenntnis ernst nimmst. Wenn du deine Gefühle beachtest und deine Gedanken anstatt in Richtung Ärger, Wut und Hass in Richtung Dankbarkeit und (Selbst-) Liebe lenkst.

Wenn du aus schlechten Erfahrungen Erkenntnisse zu schöpfen lernst und nachhaltig negativ belastete Emotionen und Gedanken an ein oder mehrere Personen in Vergebung transformierst. (Mehr dazu kannst du in den Einträgen "Wenn du ganz unten bist", "Wenn du verzeihen  kannst" und " Wenn schwarz zu weiß wird"  und in der "1 Mii-Frage..." lesen:) ).

Sei einfach (einfach klingt immer einfacher als es ist, ich weiß!) dankbar für wirklich alles was dir geschieht und schaue dahinter, betrachte die Medaille von beiden Seiten, schau dir die Goldseite an. Diese ist schöner und macht dich glücklicher! Manchmal funktioniert das nichtiger sofort zu Beginn, dann gebe dir Zeit, aber nicht zu lange, gebe dir keine Zeit um dir alle Negativität ins Hirn zu meißeln. Denn wenn die erstmal richtig verankert ist wird es umso schwieriger sie da wieder heraus zu bekommen. Mehr Arbeit, mehr Zeit die du für Schöneres nutzen könntest.

 

Neben diesen und weiteren sehr spürbaren, starken und energiereichen (Dankbarkeits-) quellen gibt es auch diese, die uns eigentlich auf dem Goldtablett serviert werden. Oft sind wir aber zu beschäftigt um genau diese wertvollen Quellen zu erkennen.

Angefangen bei einem schönen Sonnenauf- oder untergang, gutem Schlaf, einem leckeren Frühstück am Morgen, wenn der Bus pünktlich kommt oder dich nach 15 Minuten Warteschleife am Telefon eine freundliche Stimme begrüßt, wenn du merkst das du den Regenschirm beinahe vergessen hättest und es schließlich wirklich zu regnen beginnt, es dir gelingt Zeit für dich zu haben (natürlich nur wenn du gerne alleine bist. Falls du es nicht bist, mein Tipp: fang an damit! Du findest keine bessere Gelegenheit um mit dir eine innige Freundschaft zu schließen), wenn du jemandem behilflich sein kannst und natürlich wenn dir jemand ganz ohne Eigennutzen hilft, wenn aus einer zufälligen Begegnung Freundschaft wird, (...) 

In so vielen, fast allen Dingen können wir eine kleine Prise finden wofür wir uns bedanken können. Ist das nicht bereichernd! Ich finde das super! Vor allem hoffe ich auch, das dadurch und sowieso diese ganze Erfahrung gerade, meinen oft skeptischen Blick verschwindet lässt und die  tiefe der Stirnfalte im Wachstum somit etwas gehemmt wird). 

Fang an die Quellen zu entdecken! Besser heute als morgen!

 

Aus Dankbarkeit wird Liebe und aus Liebe wird Dankbarkeit!

Dankbarkeit + Liebe = Glück

 

 

Also liebt und bedankt euch!

Ich mach mit!

...und schön das du dir die Zeit zum lesen genommen hast. Ich, tadaaaa, bin dankbar dafür und wünsche dir noch einen schönen Tag. Voller...!!!

 

Und eigentlich war ich gerade schon fertig geschrieben, da schossen mir noch ein paar Dinge beziehungsweise Beispiel in den Kopf.

Als ich noch in der Pflege arbeitete sah ich wie in "Gedanken über sterben und Tod" geschrieben habe viele Menschen denen es in erster Annahme sehr sehr schlecht gehen musste. Körperlich, klar, ging es den meisten auch wirklich schlecht, vielen auch emotional, das klingt ja auch völlig logisch. Aber, einige Patienten traf ich die eine unglaubliche Freude ausstrahlten. Ich fragte mich, wie funktioniert das? Und ich kam hinter die Frage, das waren Patienten die geliebt wurden und dankbar für all das waren was sie erleben durfte. Die bereit waren zu sterben weil sie glücklich waren, sich vom Leben erfüllt fühlten. In Akzeptanz waren, die schlechten Phasen angenommen und für die guten dankbar. Selbstverständlich, und das ist mir wirklich wichtig das ihr das wisst, kann und möchte ich das nicht auf alle Menschen beziehen die ich traf und ich möchte die Schwere des Todes oder den Verlust eines geliebten Menschen damit nicht verharmlosen.

 

Und auch die Menschen die ich auf Reisen sah in Ländern die wirtschaftlich nicht sonderbar gut aufgestellt sind, wo der erste Denkimpuls ist " Ohje, die armen Menschen, die tun mir Leid, so ein Elend in dem sie leben!" Ja, Geld, Platz, Nahrung etc., Dinge die häufig nicht in Fülle wie wir sie kennen vorhanden sind, sicherlich stellt dies oft ein trauriges Problem dar. Armut (für unsere Normen ist Armut ja anders bemessen als für Menschen anderswo) , ohne großen Kleiderschrank, kleinen teils kaputten Häusern zu leben, eben nicht so wie wir hier im reichen Deutschland, wo die allerallermeisten sozial abgesichert sind, ist bestimmt nicht immer einfach und von Hürden und Sorgen begleitet. Dennoch, bei vielen Menschen in fremden Kulturen bemerkte man das Gefühl von Glück. Familie spielt oft eine viel größere Rolle als hier, ihr wird ein größerer Wert zugeschrieben und die Menschen sind dankbar für das was sie besitzen weil weniger vielleicht Nichts mehr wäre und jedes Mehr wird dankbar und mit einem echten Lächeln angenommen.

Ok, das wollte ich noch los werden...

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Christine (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:22)

    Liebe Anne,
    unglaublich schön und sehr berührend geschrieben! Ich finde mich in sehr vielen deiner Gedanken wieder und freue mich schon auf die nächste Apfeltarte mit dir ;)
    Feste Umarmung!
    Christine