Gedanken an unsre Mütter

Eben bin ich ohne Intention in die Meditation gegangen, einfach hingesetzt, Augen zu, den Klängen der Musik gelauscht, Gedanken kommen und gehen lassen. Ohne Bewertung, einfach hingeschaut was kommt und geht. Ich war zurück in Costa Rica, irgendwann bei dem Gedanken das meine Eltern gleich kommen ( es gibt NewYork Cheesecake mit Spekulatiusboden. Yummy!). Dann landete ich bei meiner Mutter. Immer wieder haben wir uns über unsere Mutter mal aufgeregt (ich glaube das ist völlig normal), konnten und können nicht verstehen warum sie so ist wie sie ist. Oft besorgt, vielleicht immer wieder von körperlichen Beschwerden beklagt, ab und zu hast du das Gefühl sie versteht dich nicht, in sich gekehrt, vielleicht fixiert darauf was andere denken (...) 

Dinge die häufig zu Unverständnis führen und nerven. 

Aber egal was du denkst, deine Mutter liebt dich! Und ich weiß, meine Mutter liebt mich!

Geben wir manchmal diese Liebe zurück? In dem selben Maße! Kennst du das?

Ich glaube, oft sind wir in unserer Generation ganz schön heftig mit dem Außen beschäftigt und vergessen oft um die Bedeutung der mütterlichen Liebe.

Die Meditation habe ich von diesem Moment an vollständig meiner Mutter gewidmet, ich habe hingeschaut warum sie so ist wie sie ist. Wie ist sie aufgewachsen? Wie war das Verhältnis zu Eltern und Geschwistern? Gab es Krisen? Durfte sie sich ausdrücken? Wünsche äußern? Was war ihre Meinung wert? Welche Beziehungen hatte sie? Wurde sie verletzt? Hat sie sich verwirklichen dürfen / können? Hat sie viel gearbeitet? Was hat sie alles geleistet? Hat sie sich jemals voller Hingabe um sich selber kümmern können? Persönlichkeitsentwicklung, Selbstwertschätzung, Selbstmitgefühl...Dinge die für uns heute so wichtig scheinen, hatte meine Mutter und auch deine jemals die Gelegenheit dazu neben Kindererziehung, Haushalt, Arbeit, dem kümmern um die eigenen Eltern. 

Blicke auf Fragen die ich in dieser Intensität niemals zuvor gewagt habe! Es ist sehr spät mit 31, aber besser als nie. Ich verstehe jetzt warum meine Mama ist wie sie ist, warum sie "Macken" hat (wie wir alle) und teils woher sie kommen. Alles was wir heute sind ist ein Produkt unserer Erfahrungen, emotional, körperlich und biographisch.

 

Danke Mama das es sich gibt! Du bist, wie jeder von uns, ein wertvoller Mensch!

 

Vielleicht hast du deine Mutter körperlich schon verloren, musstet diesen Verlust schon verkraften. Musstet deine Mutter schon loslassen. Ich wünsche dir aus tiefstem Herzen dass du die emotionale Bindung nie verloren hast oder sie in einem stillen Moment, nur für euch beide, wiederfinden kannst.

 

Vielleicht lebst du im Streit, Wut und Ärger mit und gegen deine Mutter. Auch das ist für den Moment nicht ohne Grund! Verklage dich dafür nicht! Aber schau vielleicht nochmal hin, wie kam es dazu? Warum hat deine Mutter gehandelt worauf du jetzt wütend bist? Es wäre so schön wenn du der Vergebung ein Stückchen näher rücken kannst. In Liebe und Frieden lebt es sich so viel glücklicher.

 

Vielleicht lebst du ohne Kontakt zu deiner Mutter, es gibt verschiedene Gründe.

Vielleicht hat deine Mutter dich als Baby abgegeben an jemanden der sich ihrer Ansicht besser um dich kümmern konnte. Das hat sie bestimmt nicht gemacht weil sie dich nicht liebte!

Vielleicht hat sie dich und die ganze Familie verlassen um sich selber neu zu finden und zu verwirklichen. In einer anderen Stadt, einem anderen Land, mit einem neuen Partner (homo oder hetero) . Warum hat sie das gemacht? Ich bin keine Mutter, vielleicht werde ich es irgendwann mal sein, ich weiß es nicht, aber ich glaube keine Mutter verlässt ihre Kinder weil sie sie nicht mehr mag. Ich denke eher aus einem Impuls der nicht mehr aufzuhalten ist, der über Jahre gewachsen ist. Und gelebt werden muss! Deine Mutter bleibt deine Mutter und eigentlich ist es doch so ein wahnsinniges Vorbild! Ein Mensch der alles dafür gab um sich selbst zu verwirklichen, sich selbst nahe zu kommen. Für kleine Kinder mit Sicherheit sehr sehr schmerzhaft und unverständlich, doch mit unserem erwachsenem Hirn, wo wir doch alle nach Selbstverwirklichung streben, nicht verwerflich.

 

Egal in welchem Verhältnis du zu deiner Mutter stehst, welche Emotionen herrschen, werde glücklich damit. Schneller zum Glück kommst du, wie wir alle, höchstwahrscheinlich wenn du in Richtung Dankbarkeit und Liebe fühlst.

 

An alle Mamas! Schön das es euch gibt!

 

 

Mich würde es wahnsinnig interessieren wie du zu dem Thema stehst, wenn du möchtest teile deine Gedanken:)

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