Liebes Alleinsein...

Möge ich glücklich und frei sein und mögen meine Worte, Taten und Gedanken ihren Beitrag dazu leisten.

Ja! 

Heute ist der zweite Weihnachtstag. Ein Tag den viele Menschen im Kreise der Familie feiern. Ich bin heute alleine. Gewollt. Ich habe mich mit mir verabredet. Nachdem ich gestern einen wunderschönen entspannten ersten Weihnachtstag mit meinen Eltern hatte und einen Abend mit einer sehr wertvollen Freundin, bin ich heute morgen alleine in meiner Wohnung wach geworden. Die Straße ist leer, Stille, keine Menschen zu sehen.

Und ich, bei mir, mit mir. 

Ein Frühstück in Stille, Yoga für mich mit tragender Musik und eine Meditation von unendlicher Tiefe.

Ich bin alleine. ich bin alleine. Ich bin alleine. Ich bin einsam mit mir. Und ich freue mich.

Alleine sein! Ich weiß aus Unterhaltungen, dass es für viele Menschen unangenehm, befremdlich ist. Was soll ich bloß alleine tun? Was denken die Anderen wenn sie mich alleine sehen? Eine Frau/ ein Mann alleine im Café, spazierend im Wald, im Kino oder Theater, auf reisen...

Was sollen sie denken? Der arme Mensch ist bestimmt traurig und hat auch keine Freunde. Sicherlich ist es ein komischer Mensch (lese dazu " Bin ich komisch?") !?

Ich denke beim Anblick und auch wenn ich die Alleineperson: "Wie schön!" 

Das Alleinsein ist die allerbeste und nachhaltigste Möglichkeit um mit sich selber die beste Freundschaft zu schließen. Sich selber zu erkennen. Wer bin ich? Wer will ich sein? Was oder wer tut mir gut, was oder wer erfüllt mich, was oder wer darf sich mit mir verbinden ohne das ich mich in dieser Verbindung verliere?

Das Alleinsein in der Stille schenkt uns allen einen eindrucksvollen Blick in unser Selbst, das ist nicht immer angenehm. Gedanken die ewig verdeckt wurden tauchen auf und unweigerlich die damit verbundenen Emotionen. Ein wahrhaftiges Brain-Detox! Und das völlig umsonst, ohne teure Shakes, Smoothies und Tees;)

Wenn du all diese Gedanken und Emotionen in dir erkennst, liebevoll als Teil von dir annimmst und anstatt in ein Bewertungsschema zu verfallen (das tun wir Menschen ja prinzipiell sehr gerne) dankbar bist für all die wertvollen Erkenntnisse die dein Sein ausmachen, dann beantworten sich für dich ganz individuell  die Fragen wer du bist und sein möchtest. Nicht sofort, Von Mal zu Mal. Erwarte nicht das ein einziger Spaziergang oder eine einzige Meditation (und die funktionieren zu Beginn ja eh meist nicht so gut;) ) all deine Fragen beantwortet.

Es ist eine wunderschöne Reise wenn du dir immer wieder Zeit für dich nimmst, ein Zusammenkommen von Körper, Geist und Seele organisierst. Während meiner Costa Rica Reise habe ich genau das im wahrsten Sinne des Wortes zelebriert, drei Wochen nur ich! Keine andauernden Kontakte, hin und wieder bloß mal im Bus oder mit Nachbarn, keine Touristentouren, kein auswärts essen gehen. Nur ich. Auf den Weiterreisen, in den Unterkünften, Traumfänger bastelnd am Strand, schwimmend am Wasserfall, wandernd am Vulkan, entspannend in den Hotsprings, durchforstend des Regenwaldes und all den anderen wundervollen Dingen die ich für mich und mit mir erlebt habe.

Heute habe ich diese Verabredung wieder und ich freue mich tierisch darüber. 

Oft ist es schwierig während dieser Verabredungen wirklich alleine zu bleiben. Wenn das Handy an ist empfangen dich  WhatsApp Nachrichten und Anrufe, der automatisierte Blick ins Emailpostfach oder ins Facebook erfolgt oft unbewusst...

Ich mache es immer wieder so: Handy aus! Offline is the new luxury!

Genauso heute!

Das Alleinsein wäre somit in Kürze geklärt,doch, wie ist es mit der Einsamkeit?

Ich glaube, wenn wir uns einsam fühlen, dann ist es nicht zwingend so, dass wir prinzipiell nicht alleine sein können. Ich glaube eher, dass das Gefühl Einsamkeit beschreibt, dass wir uns im bewusst wahrgenommenen und ungewollten Alleinsein einen äußeren Freund für unsere Seele wünschen. Das unsere Seele sich neben dem eigene Körper und Geist eine weitere Schulter zum anlehnen wünscht oder zum einfachen Gemeinsam sein. 

Somit klingt Einsamkeit zunächst unschön, ist es anfangs häufig auch. Als schön und bereichernd empfand ich das Alleinsein mit dem Gefühl der  Einsamkeit auch nicht von der ersten Sekunde an.

Doch sobald ich erknnte, dass sie mir einen intensiveren Blick für mich schenkte, ich in ihr  besser als in Zweisamkeit beginnen konnte mich selber zu erkennen, das Angenehme und Unangenehme, ich erfahren durfte was bewusst wahrgenommene Tief- und Höhepunkte sind und all deren Ursprünge, gesteuert durch mein Denken bezüglich gemachter Erfahrungen, in mir liegen, begann ich Gefallen daran zu finden und so wurde aus dem "Ohje ich bin so einsam, alles ist schlimm, ich bin komisch...!" ein "Oh wow! Ich finde mich garnicht so komisch, jetzt verstehe ich mich und weiß wer ich bin. Ich selbst bin meine beste Freundin und Zeit mit der ist sonderbar!" 

Und so ist Einsamkeit vielleicht ein Geschenk oder Zeichen vom Universum, welches nicht oft direkt als Geschenk wahrgenommen wird sondern erst dann, wenn du erkennst das hinter der teils anstrengenden und zerrenden Arbeit und Annahme deiner selbst das schönste Geschenk für dich wartet:

Liebe und Dankbarkeit für dich selber und dem daraus resultierenden Glücksgefühl.

Alles was du tust für dich und für andere, alles was du sagst über dich und über andere und alles was du denkst über dich und über andere beeinflusst deine Liebe in dir und dein wünschenswert anhaltendes schönes Glücksgefühl nachdem wir uns alle sehnen. Versprühe kein Gift! Nicht auf dich und nicht auf andere Lebewesen.

 

Somit verliert auch das Wort Einsamkeit an Negativität, oder nicht?

Und in diesem Sinne:

Merry Christmas liebes ich. Ich wünsche mir einen schönen Tag!

Und ich werde glücklichen und frei sein und all meine Taten, Worte und Gedanken werden ihren Beitrag dazu leisten.

 

 

Alles Liebe und ein herzliches Alleinsein euch allen!

 

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