Gedankenmacht

Die Macht der Gedanken!

Gedanken sind immer da, über die und jenes, dabei meist nicht verbunden mit der Handlung des Moments und dem Standpunkt, dem Ort an der sich die Seele im Körper gehüllt gerade befindet. Kurz: wird sind fast nie im Hier und Jetzt! Man kann auch sagen, dass es den meisten von uns vermutlich wirklich schwer fällt achtsam zu sein.

Achtsam, in dem wir bewusst den Moment des Lebens wahrnehmen, den Gedanken einfangen der jetzt, ganz aktuell in Verbindung mit der gegenwärtigen Situation  steht.

Wir wühlen in der Vergangenheit, versuchen Geschehnisse und Dinge zu erläutern, zu deuten, zu verstehen, zu bewerten...im Grunde alles nahezu das Selbe. Wir beschäftigen uns mit dem was war. Anteilsmäßig ergibt dies sicherlich einen Sinn, ich möchte das in Betracht ziehen alter Geschehnisse nicht verleugnen, aus allem was war können wir alle lernen und wachsen. Für alles was war, ist und wird sind wir, jeder für sich verantwortlich.

Jeder ist sein eigener Schöpfer!

Betrachten wir Dinge aus der Ferne, können wir oft klarer sehen, schlauer als zum jeweils vergangenen Zeitpunkt und die Dinge wie sie waren und zustande kamen, besser verstehen.

Ich glaube allerdings, dass uns bei all der Reflexion nicht geholfen ist, zulange im vergangenen Moment zu verharren, alten Gefühlen durch diese Gedanken neu geweckt und diesen im Jetzt wieder den vollen Raum geben. Wahrnehmen, klar, das ist großartig, so erfahren wir was in jedem von uns ganz individuell Gefühle der Liebe oder Angst hervorruft (alle Gefühle die es gibt haben ihren Ursprung in der Liebe oder der Angst). 

Verharren wir jedoch darin, verpassen wir den aktuellen Moment, ein vielleicht sehr wertvoller Lebensmoment. 

Ich weiß, das ist so schwierig und obwohl ich das hier schreibe heißt das nicht, dass mir das immer gelingt, im Gegenteil.

Gerade jetzt, seit das neue Jahr begonnen hat, wühle ich arg in der Vergangenheit und zwischendurch sind meine Gedanken magnetisch angezogen von dem was noch garnicht ist. Meine Gedanken kreisen um all die Dinge die noch kommen werden, eventuell kommen werden bzw. die ich mir jetzt schon ausmale.

Wir alle können nicht mit Sicherheit vorhersagen was sein wird, was kommen mag, ahnen können wir, auch wünschen ist eine Möglichkeit. Jedoch gibt es keine Sicherheiten. Immerzu streben wir genau danach, Gedanken diesbezüglich nehmen uns ein...eine Form der Angst breitet sich wie ein grauer Schleier aus und verdeckt dabei die Schönheit eines jeden Momentes.

Ich habe einmal gelesen, dass besonders wir Frauen Weltmeisterinnen im Ausmalen der Zukunft sind.

Besonders was die Liebe betrifft, Frau lernt den potentiellen Lebenspartner kennen und das Ausmalen des ersten Urlaubs, der Hochzeit, der zukünftigen Bleibe... in ist vollem Gange. Ziemlich bescheuert!!

Viele aktuelle Momente dienen dem Auschecken ob die jeweiligen Muster mit denen des Partners übereinstimmen, anstatt einfach mal das Zusammensein im Jetzt zu genießen und mal abwarten was so passiert! Abwarten und Tee trinken, das ist viel entspannter und diese entstehende Entspanntheit löst dann ebenso die Verkrampfheit die soviel ich weiß ziemlich unattraktiv ist, vielmehr ein Zeichen der Unreife.

Ebenso gut, vielleicht kennst du das, ich bin mir fast sicher, sind wir darin uns jegliches Szenario auszumalen welches nicht (!!!!!) unserer Traumvorstellung entspricht. Heißt, wir steigern uns gedanklich so sehr in einen Gedanken der Angst hinein indem wir uns ausmalen, dass beispielsweise der Partner aufjedenfall (!!!!) fremd gehen wir wenn der letzte gemeinsame Tag in einer Diskussion endet oder du aufgrund deiner Arbeit auch zur nächsten Party nicht mitkommen kannst.

Ich kenne das sehr gut, da ich lange im Schichtdienst gearbeitet habe ist mein Exfreund ständig alleine ausgegangen,...meine damaligen Befürchtungen bestätigten sich jedoch eine Weile nach der Trennung. Idiot! Im jeweiligen Moment habe ich es damals tatsächlich geschafft mich nicht zu sehr in den Gedankenbildern zu verfangen, darüber bin ich heute sehr froh. Wie das möglich war kann ich heute ahnen, ich glaube ich habe ihn nie wirklich geliebt. Nun, das ist vielleicht nicht das Ergebnis dass man sich nach Gedanken der Reflexion erwünscht, jedoch ein weiterer Lernerfolg im Sinne von: Beobachte den Gedanken und vor allem das Gefühl im JETZT!, hätte ich damals mehr den Moment beobachtet wäre ich vielleicht früher auf den klugen Schluss gekommen nicht zu lieben sondern eher mich angepasst zu haben. Vielmehr war ich beschäftigt mit Gedanken bezüglich wie es wäre nicht mehr in einer Beziehung zu sein. Wo soll ich dann hin? Wie fühlt sich das an? Finde ich jemals wieder einen Partner? Was mache ich dann? Wie reagieren andere? Übertreibe ich? Was kann ich besser machen? Bin ich gut genug? Blablablubb...

Spricht alles nicht für immensen Selbstwert!

Ebenso Gedanken über freundschaftliche Beziehungen a là "wenn ich heute schon wieder absage, dann...", "der oder die meldet sich bestimmt nicht mehr, weil ich..." Gedanklich entstehen Szenarien die uns den gegenwärtigen Moment rauben, die Emotionen entstehen lassen die absolut nichts mit dem Jetzt zu tun haben und berauben uns somit der Einzigartigkeit der Gegenwart. 

Ein großes Gedankenkino ist für mich aktuell auch die Auswahl an Zukunfsgedanken die meinen Werdegang vorhersagen wollen, von ich werde für immer arbeitslos sein, ich werde es zu nichts bringen, das Arbeitslosengeld wird nicht gezahlt, ich muss zurück in die Krankenpflege, ich muss aus finanziellen aus der Wohnung raus, mir wichtige Menschen entfernen sich von mir bis zu großartigen Zukunftsvisionen ist alles dabei. 

Schlecht sind sie ja alle nicht, so geht man zumindest gut gewappnet in die Zukunft, bloß versuche ich zu sortieren zwischen Gedanken der Angst und denen der Liebe. 

Angst brauch ich nicht 24/7 , Liebe schon (zumindest wäre das großartig!) , und so versuche ich Atemübung für Atemübung, Meditation für Meditation und all den Moment dazwischen, denn ich verbringe den Tag ja auch mit anderen Dingen, die Angstgedanken die JETZT nicht HIERHER gehören zwar wahrzunehmen, aber diese nicht weiter zu bewerten beziehungsweise mich nicht von ihnen einfangen zu lassen. "Ok!Hallo Angst! Schön das es auch dich gibt, jedoch brauche ich dich gerade nicht. Warte bitte bis zum nächsten Moment in dem ich dir bewusst Zeit schenke um da zu sein, dich mir mitzuteilen!"

 

Gedanken sind gut, Gedanken erweitern unsere Blickwinkel, lassen uns Dinge verstehen und vielleicht fördern sie sogar unsere Kreativität, bloß berauben sie uns auch an bewusster Lebenszeit. 

Jedem Moment wohnt ein Zauber inne

Dieser Zauber kann bloß nur entdeckt werden, wenn er nicht durch den grauen Gedankenschleier aus Vergangenheit oder Zukunft verdeckt ist.

 

Sind Gedanken Freund und Feind in einem?

 

Ich wünsch dir zauberhafte Momente, liebevolle Gedanken und auch das du angstvolle Gedanken wahrnehmen kannst, Strukturen in dir somit erkennen kannst und dennoch bei allem wertfrei gegenüber deinem Sein im Moment bleiben kannst.

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Jörg Buneru (Freitag, 12 Januar 2018 13:23)

    Das Streben nach dem JETZT kann nur in konstanter Übung gewandelt werden in ein SEIN im JETZT, mit wohlwollendem Selbstmitgefühl und der Wahrnehmung und Akzeptanz des sogenannten "Nichtperfekten". Ich danke dir für deine in erfrischender Weise geteilten Erlebnisse aus deinem Alltag. Wirklich eine Bereicherung auch für mein Leben.