free hugs

...was passiert wenn man durch die Straßen läuft und einfach so, ohne Vorwarnung, Passanten umarmt?

Getestet habe ich es noch nicht, wobei es sicherlich interessant wäre.

Ich befürchte zeitgleich, dass die Meisten völlig verdutzt wären, überfordert und mit Abwehr reagieren würden.

Das Thema schwirrt schon ein paar Tage in meinem Kopf umher, doch ich hatte bis gerade keine Lust Worte fließen zu lassen. Und jetzt passiert es unerwartet und spontan, mal sehn was dabei herum kommt :-)

 

Menschen spontan umarmt habe ich wie gesagt noch nicht, aber ab und zu grüße ich fremde Menschen die mir beim laufen oder spazieren entgegen kommen einfach mal mit einem "Guten Morgen", "Guten Tag"..., kann man doch mal machen. Einfach so weils doch eigentlich nett ist!

Tja, und da stutzt Mensch schon! Typischer deutscher Mensch? 

In anderen Ländern scheint dies völlig normal und selbstverständlich. Ich erinnere mich dabei besonders an Costa Rica, Panama und Ghana. Auch in den USA ist das üblich. Bestellst du einen Kaffee oder bezahlst an der Kasse wird erst gefragt "Hey, what's up?" Und dabei stand auch ich zunächst stumm da, war überrumpelt mit soviel vermeintlichem Interesse an meiner Person. "Hä? Warum fragen die ich das?"

 

 

Kennst du das? Du wirst freundlich oder beim Bestellen und Bezahlen anstatt (k)eines Blickes wird dir ein freundliches "Hey!" geschenkt.

Aber all zu negativ möchte ich natürlich nicht sein, klar gibt es auch hier zu Lande freundliche und offene Menschen. Was ein Glück!

Besonders in ländlichen Umgebungen, wo man sich noch kennt, gehört dies eher zum sozialen Alltag.

So zumindest ist meine Erfahrung. Doch hier zu Lande zieht es die Mehrheit vor, mit stummen und ausdruckslosen Blicken umher zu streifen und dabei bloß keine Gefühle nach außen zu tragen. 

Ohne diese offenen Menschen würde im Café wahrscheinlich jeder freie Sitzplatz am Tisch frei bleiben an dem bloß eine Person sitzt.

Auch das beobachtet ich immer mal wieder, besonders beider älteren Generation.

Kürzlich saß ich im Café des mARTa in Herford (übrigens architektonisch einen Besuch wert) an einem großen Tisch, von zehn Sitzplätzen waren bloß zwei besetzt. Zwei ältere Herren kamen ins Café und suchten nach Sitzplätzen. Sie observierten den Raum und verließen das Café . Ich gehe stark davon aus, dass sie gehemmt waren sich am zur Hälfte freien Tisch niederzulassen. Verrückt oder?

Warum fällt es einigen Menschen, ob nun der jüngeren oder älteren Generation so schwer sich wo dazu zu gesellen? Ist das zuviel Nähe? Zuviel Nähe zu Fremden?

Ähnlich ist es in Yogakursen die ich unterrichte, die meisten Teilnehmer ziehen die letzte Reihe vor (okay, ja, ich auch!). Wenn ich auffordere die letzte Reihe aus Platzgründen zu lockern, einlade nach vorne zu rücken, geschieht das selten voller Euphorie.

Und genauso schwierig scheint es vielen Menschen in der Fremde nach dem Weg zu fragen. So oft habe ich das schon erlebt. Wenn ich ausnahmsweise mal nicht alleine unterwegs war und wir uns unsicher bezüglich Richtung etc. waren fiel es meiner Begleitung (je nach dem wer es war) nicht leicht Passanten anzusprechen und Fragen zu stellen. Da ich keinerlei Probleme habe, mache ich mir da bis heute gerne ein Amüsement draus. Immer daran interessiert das Eis beim anderen zu brechen.

Warum fällt es einigen so schwer? Ist das auch wieder das Problem der Nähe? Des sich öffnen?

 

Herrscht hier ein Problem zwischen Nähe und Distanz? Ziehen viele von uns dahingegen Ferne und emotionale Verborgenheit vor?

 

Ach wir Mengen sind schon komisch, interessant und lustig zu beobachten!

Ich liebe es einfach da zu sitzen und Leute zu gucken...

Leute gucken, mitunter am liebsten mit meiner Schwester!

 

Kennst du all das? Kennst du das von dir?

...und warum ist das so?

 

 

Einen free online hug für dich!

 

 

 

 

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